Samstag, 23. April 2016

Vom traurigen Häschen - 2. Der Habicht

Freunde nun Fuchs und Häschen sind,
sie laufen zusammen ganz geschwind.
Sie erleben viele Abenteuer,
sitzen abends am Lagerfeuer.

Die Zeit die zog ins Land,
und der Frühling war gebannt.
Als dieses Paar sich traf im Moor,
und beim verstecken sich verlor.

Und wieder traurig saß das Häschen da,
als es ein Habicht sitzen sah.
Er zum Sturzflug jetzt ansetzte,
und schon mal seine Krallen wetzte.

Doch dann hielt er plötzlich still,
als das Häschen gar nicht flüchten will.
Ach Herr Habicht erlöst mich doch,
was hab ich denn vom Leben noch?

Jetzt ist auch mein Freund der Fuchs verschollen,
dabei haben wir nur spielen wollen.
Nur ich wurde leider hier vergessen,
drum bitt ich dich mich nun zu fressen.

Der Habicht denkt ich kann das nicht,
zu fressen diesen armen Wicht.
Er sagt zum Häschen dann Spiel mit mir,
Meine Freundschaft biet ich dir.

Nun Häschen bist du nicht mehr allein,
ein neuer Freund ist nun dein.
Und da sieht man auch das Lächeln schon,
Es ist der Freundschaft gerechter Lohn.

Viel zu große Schuhe

Eines Tages steh ich auf,
da nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Ich öffne meine hölzerne Truhe
sie ist voll viel zu großer Schuhe.

Ich krieche an die Socken-Kiste ran
und zieh mir 4 Paar Socken an.
Damit ich sie tragen kann in Ruhe,
diese viel zu großen Schuhe.

Ohne Gefühl ist nun mein Gang,
ganz dumpf der Schritte klang.
Doch ich ging den Weg nach Karlsruhe,
trotz meiner viel zu großen Schuhe.

Dort es einen Schuster gab,
der mit seinen Künsten warb
Doch was er tat und ich tue,
es bleiben viel zu große Schuhe.

Da kam ein weiser Wandersmann,
und zeigte mir was ich nun tun kann.
Denn ein Tausch das war der Clou,
jetzt trug er die viel zu großen Schuh.

Freitag, 22. April 2016

Der vergessliche Tod.


Mein Leben war mit Glück erfüllt,
ich wurde stets von Liebe umhüllt.
Ich war durchaus auch oft auf Reisen,
war in guten und in schlechten Kreisen.

War auch erfolgreich im Beruf,
und nahm die Welt wie Gott sie schuf.
Familie hab ich auch gegründet,
bin mit Kinder, Enkeln eng verbündet.

Doch jetzt bin ich langsam alt,
gebrechlich bin auch schon bald.
Die Freunde alle weggestorben,
auch mein Mann der hieß Torben.

Warum bin ich denn noch hier,
Hey Tod! Bekomm ich kein Termin bei dir?
Weis, dass meine Liebsten das nicht verstehen,
doch es ist nun Zeit für mich zu gehen.

Hey Tod! Hast du mich vergessen?
Ich hab hier lang genug gesessen.
Einige Zeit zieht erneut ins Land,
und dies ist nun der neuste Stand.

Inzwischen fällt mir alles schwer,
es geht schon vieles nicht mehr.
Ins Altenheim muss ich jetzt gehn,
denn ich kann kaum noch richtig stehen.

Dort leben viele nette Leute.
Und auch wenn ich es nicht bereute,
weil es dort durchaus zu tun gab.
Doch Einer nach dem Anderen starb.

Und erneut kam jetzt die Frage auf,
Hey Tod! Steh ich nicht auf deiner Liste drauf?
Jetzt bin ich nun schon 100 Jahr,
und du warst immer noch nicht da.

Ein paar Jahre später kam er doch.
Ich sagte ihm, was willst du noch?
Tot bin jetzt ich seit Jahren schon,
nur noch die Hülle ist dein Lohn.

Ich sag dir eins und merk es dir,
du triebst ein böses Spiel mit mir.
Doch jetzt das wirst du sehen
werd ich dir auf die Nerven gehen.

Das Mädchen mit den rosa Schuh

Neben mir an der Haltestelle,
steht ein Mädchen und tippt ganz schnelle,
auf ihrem Smartphone stets herum,
und sieht sich nicht mal um.

Ob sie merkt das die Bahn zu spät?
Und der Wind nun sehr viel stärker weht.
Ob sie weiß ,dass ich bin da,
nimmt sie irgendetwas wahr?

Sie steht die ganze Zeit versunken,
will stetig weiter Daten funken.
Lässt ihren Fingern keine ruh,
mit ihren rosa roten Schuh.

Als die Bahn dann endlich steht,
Und hinein die Menge geht,
Bleibst du an deinem Fleck,
Good bye ich bin jetzt weg.

Donnerstag, 21. April 2016

Das Ende


Ein alter Mann der mich bat,
als er sah das Ende naht.
Ich Lieg im Bett, Tag aus Tag ein,
wünsch mir zu sehen den Sonnenschein.

Ich drehte sein Bett wie immer als er es sagte,
Ich meinte es gut, denn rausholen keiner wagte.
Als ich fragte warum dies so sein?
Zu schnell der Tot kommt dann herbei. 

Doch dann kam ich ins grübeln,
es goss derweil aus Kübeln.
War dieser Mann nicht längst tot,
wie er da lag in seiner Not.

Was würde es schon machen,
wenn er stirbt mit einem Lachen.
Ich holte mir eine erfahrene Schwester heran,
die noch mit dem Herzen denken kann.

Ich erzählte ihr von meinen Plan,
ob das klug sei oder Wahn?
Sie sagte mir du hast recht und morgen
Werden wir es wagen und uns einen Rollstuhl borgen.

An Morgen kam ich zu diesem Mann,
Und er schaute mich nur staunen an.
Was macht der mit dem Rollstuhl bloß,
warum aus dem Schrank die Hos.

Ich sagte nur die Sonne scheint,
da sah ich schon wie er weint.
Raus fahr ich ihn wie es ihm gebührt.
dass er die Sonnenstrahlen spürt.

Die Kinder hab ich eingeladen
dass sie mit ihm in der Sonne baden.
Ja er starb in der nächsten Nacht
doch hat er wenigstens noch mal gelacht.

Mittwoch, 20. April 2016

Träumen


Bin müde und mir fallen schon die Augen zu,
doch mein Kopf kommt einfach nicht zu ruh.
Gedanken sind es die ständig kreisen,
mit ihnen kann ich in alle Welten reisen.

Wohin werden sie mich diesmal leiten,
werd ich auf Geckos durch die Wüste reiten?
Der Puls beginnt nun zu sinken,
noch schnell ein Schlückchen trinken.

Dann geht’s ab ins Land der Träume,
ich flieg auf Mäusen um die Bäume.
Geh mit Drachen nun Wallnüsse jagen,
und werde mit dir den Sprung vom Himmel wagen.

Doch leider ist auch der schönste Traum,
an einem Punkt wo er verblasst wie Schaum.
Stück für Stück geht er langsam verloren,
doch bald darauf wird ein Neuer geboren.

Doch zu Ende geht die spannende Reise,
langsam werde ich wach und leise,
hoff ich dass ich bald kann wieder,
ins Land der Träume und der schönen Lieder.